Die nachfolgende Aufstellung enthält einige Hinweise zur besonderen Beachtung, die bei der Umstellung von älteren Programmversionen auf MDaemon 19.0.0 besonders wichtig sind.

Version 19.0.0

Die Webschnittstelle für die MDaemon-Remoteverwaltung (MDRA) wurde erweitert und ermöglicht jetzt den Zugriff auf Leistungsmerkmale, die bislang nur über eine Konfigurationsverbindung mithilfe der Benutzerschnittstelle von MDaemon selbst verwaltet werden konnten. Es stehen jetzt auch einige Optionen zur Verfügung, die nur über die Remoteverwaltung erreichbar sind. Aus diesem Grund wurde auch die Arbeitsweise der Verknüpfung "MDaemon starten" im Startmenü geändert. Bei Neuinstallationen ruft diese Verknüpfung jetzt per Voreinstellung die MDaemon-Remoteverwaltung in einem Browserfenster auf. Eine Konfigurationsverbindung wird nicht mehr gestartet. Sie können dieses Verhalten ändern, indem Sie in der Datei \MDaemon\App\MDaemon.ini im Abschnitt [MDLaunch] die Einträge OpenConfigSession=Yes/No und OpenRemoteAdmin=Yes/No bearbeiten. Falls der automatisch erzeugte URL für die Remoteverwaltung nicht funktioniert, oder falls die Remoteverwaltung unter einem anderen Web-Server ausgeführt wird, können Sie den URL der Remoteverwaltung im Konfigurationsdialog Einstellungen » Web- & IM-Dienste » Remote-Verwaltung » Web-Server bearbeiten. Falls ein funktionierender URL nicht festgestellt werden kann, wird beim Anklicken der Verknüpfung statt der Remoteverwaltung eine Konfigurationsverbindung gestartet. Im Startmenü für MDaemon stehen jetzt außerdem die Verknüpfungen MDaemon-Konfigurationsverbindung aufrufen und MDaemon-Remoteverwaltung aufrufen zur Verfügung.

SyncML wurde abgeschafft und aus MDaemon entfernt.

MDaemon führte bisher die Berechnung für Speicherplatz nicht immer in allen betroffenen Leistungsmerkmalen konsistent durch. So wurde 1 kByte in manchen Bereichen als 1.000, in anderen als 1.024 Byte berechnet. Diese Berechnungsmethoden sind vereinheitlicht worden; sie legen jetzt stets 1.024 Byte zugrunde. Aufgrund dieser Änderung können sich die Speicherplatz-Kontingente der Benutzerkonten gegenüber den bisherigen Programmversionen geringfügig geändert haben. Bitte prüfen Sie die Kontingent-Einstellung, und nehmen Sie nötigenfalls entsprechende Anpassungen vor.

Die Option "Benachrichtigungen über AntiVirus-Aktualisierungen nur im Fehlerfall senden" ist jetzt per Voreinstellung aktiv. Nach der Aktualisierung auf MDaemon 19 wird die Option beim ersten Start von MDaemon aktiviert.

Version 18.5.0

Die Leistungsmerkmale zur Integration des BlackBerry Internet Service wurden abgeschafft und entfernt. Auf Systemen, auf denen der BIS-Dienst noch vorhanden ist, arbeitet der Dienst jetzt mit MDaemon so zusammen wie mit beliebigen anderen SMTP- und IMAP-Servern.

Die Leistungsmerkmale, die sich auf das Windows-Adressbuch bezogen, wurden abgeschafft und aus den Einstellungen für die Benutzerkonten entfernt.

Version 18.0.0

Alt-N Technologies hat in MDaemon Technologies umfirmiert. Es lauten daher die Bezeichnungen für WorldClient jetzt MDaemon Webmail, für den WorldClient Instant Messenger jetzt MDaemon Instant Messenger, für SecurityPlus jetzt MDaemon AntiVirus, und für den Outlook Connector jetzt MDaemon Connector.

Die Installationsroutine für MDaemon enthält jetzt MDaemon AntiVirus und den MDaemon Connector. Beide Komponenten sind jetzt nicht mehr getrennt verfügbare Produkte sondern lizensierte Leistungsmerkmale von MDaemon. In Zukunft sollen auch die getrennten Lizenzschlüssel durch einen einheitlichen Lizenzschlüssel ersetzt werden, der, je nach Lizenz, auch die Nutzung von AntiVirus, ActiveSync und des MDaemon Connectors ermöglicht.

Es wurden Änderungen an dem Leistungsmerkmal zur Änderung der Absenderkopfzeilen vorgenommen. Das Leistungsmerkmal selbst funktioniert weiterhin wie bisher, es hat sich aber das Format der geänderten Absenderkopfzeile geändert. Das Format lautet nicht mehr "E-Mail-Adresse – Name" sondern "Name (E-Mail-Adresse)". Das neue Format ist übersichtlicher, leichter handzuhaben und ermöglicht bessere Sortierung. Falls Sie das bisherige Format beibehalten wollen, etwa, weil sich Ihre Benutzer bereits daran gewöhnt haben, können Sie dies durch eine neue Option  bewirken.

Eine frühere Version der Installationsroutine deaktivierte bei Aktualisierung einer bestehenden Installation die Option "Nachrichtenversand durch lokale IPs erfordert immer Echtheitsbestätigung" im Konfigurationsdialog SMTP-Echtheitsbestätigung. Die Installationsroutine wurde geändert und ignoriert jetzt diese Option. Die Option ist bei Neuinstallationen per Voreinstellung aktiv; Sie müssen aber selbst prüfen, ob die auf Ihrem System getroffene Einstellung Ihren Anforderungen entspricht.

Die Voreinstellungen wurden für einige Einstellungen geändert. Nach Aktualisierung bestehender Installationen sollten Sie diese Einstellungen daraufhin prüfen, ob sie weiterhin Ihren Anforderungen entsprechen. Bislang waren die betroffenen Einstellungen per Voreinstellung abgeschaltet, jetzt sind sie per Voreinstellung aktiv. Die betroffenen Einstellungen sind: Im Konfigurationsdialog MDaemon SSL & TLS die Einstellungen "Gesonderte SSL-Ports..." sowie "SMTP-Server erfordert SSL auf dem MSA-Port", im Konfigurationsdialog DMARC-Prüfung die Einstellung "Richtlinie p=reject befolgen...", im Konfigurationsdialog SPF-Prüfung die Einstellung "Bei Weiterleitung lokale Adresse für den SMTP-Umschlag nutzen", im Konfigurationsdialog IP-Filter die Einstellung "IP-Filter auf MSA-Verbindungen anwenden", und im Konfigurationsdialog Host-Filter die Einstellung "Host-Filter auf MSA-Verbindungen anwenden" und "Verbindung nach EHLO trennen...".

Die Leistungsmerkmale für Dateikataloge wurden abgeschafft und aus der Benutzeroberfläche entfernt.

Die Unterstützung für Virtru und die zugehörigen Leistungsmerkmale wurden aus MDaemon Webmail entfernt. Bereits bestehende, mithilfe von Virtru verschlüsselte Nachrichten können im Virtru Secure Reader weiterhin betrachtet werden.

Version 17.5.0

Der BlackBerry Enterprise Server (BES) für MDaemon ist zu den MDaemon-Versionen ab 17.5 nicht kompatibel. Es wird auch keine neue Version des BES für MDaemon bereitgestellt werden, die zu den genannten Versionen kompatibel ist. Falls die Installationsroutine von MDaemon den BES erkennt, deaktiviert sie den BES während der Installation. Sie können auch den BES zuvor selbst deinstallieren; ein entsprechender Hinweis während der Installation unterbleibt dann. Die Konfigurationsdialoge für den BES wurden aus der Benutzeroberfläche von MDaemon entfernt.

Für die Quarantäne sind jetzt Ausnahmen vorgesehen, mit deren Hilfe kennwortgeschützte Dateien von bestimmten Absendern und an bestimmte Empfänger zugelassen werden können. Um diese Ausnahmen zu definieren, aktivieren Sie im Konfigurationsdialog Sicherheit » AntiVirus die Option "Kennwortgeschützte Dateien zulassen, falls sie in der Liste der Ausnahmen erfasst sind...", und klicken Sie danach auf die Schaltfläche "Ausnahmen einrichten". Bitte beachten Sie, dass das ClamAV-Plugin seit der SecurityPlus-Version 5.1.0 kennwortgeschützte Dateien in Quarantäne geben kann, noch bevor das Haupt-AV-Modul sie geprüft hat. Eine Möglichkeit, dies zu verhindern, ist, dass Sie das ClamAV-Plugin deaktivieren.

Version 17.0.0

Der WorldClient Instant Messenger (WCIM) nutzt jetzt für das Instant Messaging das Protokoll XMPP. Dieses Protokoll ist zu dem bisherigen Chat-Protokoll nicht kompatibel. Benutzer, die nicht auf die neue Version umstellen, können daher mit Benutzern, die die neue Version einsetzen, kein Instant Messaging mehr betreiben. Die Synchronisierung der Adressbücher mit Microsoft Outlook wurde aus dem WCIM entfernt.

Die Voreinstellung für Option "APOP & CRAM-MD5 aktivieren" im Konfigurationsdialog Server-Einstellungen » Server wurde aus Gründen der Sicherheit und aus technischen Gründen auf deaktiviert geändert. Das bevorzugte Verfahren, um die Übermittlung von Kennwörtern im Klartext zu vermeiden, ist TLS.

Die Option "Systemweites AUTH-Kennwort" wurde abgeschafft und aus dem Konfigurationsdialog Sicherheit » Echtheitsbestätigung für Absender » SMTP-Echtheitsbestätigung entfernt.

Alle Einstellungen, die sich auf das ADSP bezogen, wurden abgeschafft und aus dem Konfigurationsdialog Sicherheit » Echtheitsbestätigung für Absender » DKIM-Prüfung entfernt. Eine Option für die Nutzung des Tags RS= wurde abgeschafft und aus dem Konfigurationsdialog Sicherheit » Echtheitsbestätigung für Absender » DKIM-Einstellungen entfernt.

Die browsergestützte Version des WorldClient Instant Messengers (WCIM), die in den Designs LookOut und WorldClient direkt im Browserfenster genutzt werden konnte, wurde entfernt, da sie nicht zu dem neuen, XMPP-gestützten WCIM-Server kompatibel war.

Die neue Kennwort-Option to "Kennwörter der Benutzerkonten mit nicht-umkehrbarer Verschlüsselung speichern" ist in bestehenden Installationen per Voreinstellung abgeschaltet. Dies soll vermeiden, dass Leistungsmerkmale, die eine umkehrbare Verschlüsselung für die Kennwörter voraussetzen, und die vielleicht noch benötigt werden, nicht mehr genutzt werden können. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich aber, diese Option zu aktivieren, soweit es irgend möglich ist.

Version 16.5.0

Die vorliegende Version von MDaemon ist mit älteren Versionen des BlackBerry Enterprise Servers (BES) für MDaemon nicht mehr kompatibel. Der BES wird während der Installation von MDaemon deaktiviert. Um den BES auch weiterhin nutzen zu können, aktualisieren Sie den BES auf BES für MDaemon Version 2.0.3.

Schlägt eine MX-Abfrage während der Zustellung einer Nachricht wegen eines Fehlers des DNS-Servers fehl, so bleibt die Nachricht in der Warteschlange und wird beim folgenden Verarbeitungsdurchlauf erneut zugestellt. Diese Änderung ist mit den RFC-Anforderungen konform. Bislang versuchte MDaemon die direkte Zustellung und leitete in manchen Konfigurationen die Nachricht sofort zurück, falls diese Zustellung fehlschlug.

Bei Neuinstallationen wurde die Voreinstellung der IPv6-Option, bei abgehenden Verbindungen soweit möglich IPv6 zu nutzen, geändert; die Option ist jetzt per Voreinstellung abgeschaltet.

Die Option im Konfigurationsdialog Betriebsart des Protokolls, nach Wochentagen getrennte Protokolldateien zu führen, wurde abgeschafft und aus der Benutzeroberfläche entfernt. Falls Sie bislang diese Option genutzt haben, wurde bei der Umstellung auf MDaemon ab Version 16.5.0 die Betriebsart auf "Alle Ereignisse in nach Datum getrennte Protokolldateien eintragen" umgestellt (also z.B. MDaemon-2016-02-22-X.log). Dem Konfigurationsdialog  wurde eine neue Option hinzugefügt, die die Zahl der zu erstellenden OLD-Dateien begrenzt. Diese Dateien werden angelegt, sobald eine Protokolldatei die Größengrenze überschreitet, und sie waren bislang auf eine OLD-Datei je Protokolldatei begrenzt.

Der Konfigurationsdialog SMTP-Echtheitsbestätigung wurde um eine Option erweitert, die bei allen eingehenden Nachrichten, die von lokalen IP-Adressen aus übermittelt werden, die Echtheitsbestätigung verlangt und die Nachrichten abweist, falls die Echtheitsbestätigung nicht erfolgreich durchgeführt wird. Vertraute IPs sind hiervon ausgenommen. Diese Option ist bei Neuinstallationen per Voreinstellung aktiv. Bei Aktualisierungen bestehender Installationen ist sie nicht aktiv, um Probleme in der Übermittlung von Nachrichten solcher Clients und Dienste zu vermeiden, die keine Echtheitsbestätigung durchführen, und deren IP-Adressen nicht als Vertraute IP-Adressen registriert sind. Die Nutzung dieser Option ist dringend anzuraten, da sie eine bewährte Sicherheitsmaßnahme darstellt.

Der Konfigurationsdialog SMTP-Echtheitsbestätigung wurde um eine weitere Option erweitert. Sie bewirkt, dass Nachrichten in echtheitsbestätigten Verbindungen nur übermittelt werden können, soweit die Anmeldedaten für die AUTH-Anmeldung mit der E-Mail-Adresse in der Absenderkopfzeile FROM der übermittelten Nachrichten übereinstimmen. Diese Option unterbindet etwa, dass ein Absender sich als ein bestimmter Benutzer anmeldet und echtheitsbestätigt, dann aber E-Mail-Nachrichten übermittelt, in denen er sich als ein anderer Benutzer ausgibt. Sie ähnelt darin der bereits bestehenden Option zum Abgleich mit den Daten aus dem Antwortpfad, und diese bereits bestehende Option wurde geringfügig umformuliert. Die neue Option ist per Voreinstellung aktiv. Sie behandelt Aliasnamen wie die tatsächlichen E-Mail-Adressen der Benutzerkonten. Damit Speicherung und Übermittlung von Gateway-Nachrichten nicht beeinträchtigt werden, ist im Konfigurationsdialog Globale Gateway-Einstellungen eine Option enthalten, mit der per Voreinstellung die Gateway-Nachrichten vom Abgleich der Anmeldedaten ausgenommen werden.

Bisherige Programmversionen prüften beim Nachrichtenverkehr der Gateways nur die Empfängeradressen, nicht aber die Absenderadressen. Dem Konfigurationsdialog Globale Gateway-Einstellungen wurde eine Option hinzugefügt, die die Prüfung auch der Absenderadressen bewirkt. Diese Option ist per Voreinstellung aktiv und ändert damit die bisherige Arbeitsweise. Aufgrund dieser Änderung können Nachrichten von Adressen, die nicht erfolgreich geprüft werden können, nach der Aktualisierung erstmals abgewiesen werden, während sie bislang zur Zustellung akzeptiert wurden. Falls Sie dieses Leistungsmerkmal nicht nutzen wollen, deaktivieren Sie die neue Option.

Die Vorgehensweise bei der Bereinigung alter Nachrichten und der Bereinigung öffentlicher Ordner wurde geändert. Bisher wurde das Datum der letzten Änderung für die Nachrichtendatei ausgewertet, das im Dateisystem vermerkt ist. Ab jetzt wird zunächst die Kopfzeile Date: (Datum) in den Nachrichtendateien aus. Enthält eine Nachrichtendatei die Kopfzeile Date:, und ist diese Kopfzeile standardkonform, so ist das in ihr enthaltene Datum für die Feststellung des Nachrichtenalters maßgeblich. Das Datum der letzten Änderung der Nachrichtendatei aus dem Dateisystem wird dann nicht verwendet.

Der Protokollierung » Wartung wurde um eine Option erweitert, die das Höchstalter der Protokolldaten für die Aktualisierung der Virendefinitionen (avupdate.log) begrenzt. Die neue Voreinstellung begrenzt das Alter der zu speichernden Einträge auf 30 Tage. Jeden Tag um Mitternacht, und einmal beim ersten Programmstart nach der Aktualisierung löscht MDaemon die Protokolleinträge, die das festgesetzte Alter überschritten haben.

Die LDAP-Konfigurationsdialoge Gateway-Editor » Prüfung und Active Directory » LDAP wurden um Optionen erweitert, die das Verfolgen von Referrals zulassen. Ab der vorliegenden Programmversion deaktiviert MDaemon für alle LDAP-Verbindungen, die MDaemon herstellt, die Referrals ausdrücklich, soweit nicht die neuen Optionen aktiv sind. Dies stellt eine Änderung gegenüber der bisherigen Vorgehensweise dar, bei der Referrals immer aktiv waren. Die neu hinzugefügte Option ist per Voreinstellung abgeschaltet.

Für MDPGP wurden einige Voreinstellungen geändert. Falls Sie eine Erstinstallation durchführen oder auf den Konfigurationsdialog für MDPGP bislang noch nicht zugegriffen haben, dann entsprechen die nachfolgend dargestellten Einstellungen den auf Ihrem Server gültigen Einstellungen. Sie sollten sie dann sorgfältig prüfen. Falls Sie eine bestehende Installation aktualisieren und auf den Konfigurationsdialog für MDPGP bislang schon zugegriffen haben, dann sind die bisherigen Einstellungen unverändert. Sie sollten dann prüfen, ob eine Änderung in Ihrem Anwendungsfall veranlasst ist. Die neuen Voreinstellungen lauten:

"MDPGP aktivieren" (per Voreinstellung aktiv)

"Nutzung aller Dienste für alle lokalen MDaemon-Benutzer zulassen" (per Voreinstellung aktiv; bisherige Bezeichnung "Allen Benutzern dieses Servers die Nutzung von MDPGP gestatten")

"Nachrichten automatisch signieren, falls geheimer Schlüssel des Absenders bekannt ist" (per Voreinstellung deaktiviert)

"Nachrichten des Absenders an sich selbst verschlüsseln/signieren" (per Voreinstellung aktiv)

"Öffentliche Schlüssel auf Anforderung per E-Mail senden (Befehl --pgpk)" (per Voreinstellung aktiv)

"Details über Verschlüsselungsfehler an Absender senden (Befehl --pgpe)" (per Voreinstellung aktiv)

"Ablauf in 0 Tagen" (Voreinstellung geändert in 365)

Sie finden alle genannten Einstellungen auf der Benutzeroberfläche von MDPGP, die Sie über das Menü Sicherheit erreichen. Obwohl einige Einstellungen jetzt per Voreinstellung aktiv sind (dazu gehören auch die MDPGP-Dienste selbst), ist eine Nutzung der Dienste nur möglich, wenn Schlüssel in die Schlüsselbunde aufgenommen sind. Die vorliegende Version von MDaemon bietet zahlreiche neue Möglichkeiten, dem System Schlüssel bekannt und damit nutzbar zu machen. Die neue Version bietet mehr Möglichkeiten, die Schlüssel automatisch in die Schlüsselbunde aufzunehmen.

Version 16.0.0

Minger-Abfragen enthalten jetzt die E-Mail-Adresse (den Absender), die die Abfrage durchführt. Hierdurch können die persönlichen Schwarzen Listen abgefragt werden. Ist der Absender in der persönlichen Schwarzen Liste des Empfängers erfasst, der durch die Minger-Abfrage ermittelt oder geprüft werden soll, so wird jetzt das Ergebnis "Benutzer unbekannt" an den Minger-Client gemeldet. Diese Änderung ist zu älteren Minger-Servern abwärtskompatibel. Aufgrund dieser Änderung musste das Format der Datendatei LDAPCache.dat geändert werden. Ihre bestehende Datei LDAPCache.dat wurde in LDAPCache.dat.old umbenannt.

Das Leistungsmerkmal zur Archivierung in öffentliche Ordner wurde neu gestaltet. Es hat in der Vergangenheit vielfach zu Leistungseinbußen geführt. Der Leistungsumfang ist im Wesentlichen gleich geblieben, das Leistungsmerkmal wurde jedoch neu umgesetzt. Eine Archivierung in öffentliche Ordner ist jetzt nicht mehr möglich, stattdessen ist eine Archivierung jetzt in ein beliebiges Nachrichten-Verzeichnis möglich, und der Zugriff hierauf kann über Zugriffskontrolllisten (ACL) geregelt werden. Per Voreinstellung nutzt MDaemon hierzu das Verzeichnis C:\MDaemon\Archives\Email\; Sie können aber auch ein beliebiges anderes Verzeichnis nutzen.
 
Sie können eingehende, an lokale Benutzer gerichtete Nachrichten sowie abgehende Nachrichten der lokalen Benutzer archivieren, und Sie können beide Nachrichtenkategorien gemeinsam archivieren. Nachrichten aus Mailinglisten, Nachrichten die im Relaisbetrieb übermittelt werden, und Nachrichten, die mit Viren infiziert sind, werden nicht archiviert. Eingehende Nachrichten werden in das Unterverzeichnis \In\, abgehende Nachrichten werden in das Unterverzeichnis \Out\ des Archiv-Verzeichnisses archiviert. Sie können die Nachrichten für die Archivierung mit Hilfe der nachfolgend beschriebenen Optionen ...anhand der Empfängeradresse archivieren und ...anhand der Absenderadresse archivieren noch weiter unterteilen. Mithilfe der Option Für jede MDaemon-Domäne ein getrenntes Archiv anlegen können Sie die Nachrichten auch nach Domänen getrennt archivieren.
 
Eingehende Nachrichten werden so archiviert, wie sie in das Postfach des Benutzers eingestellt werden. Abgehende Nachrichten werden so archiviert, wie sie zur Übermittlung in die Warteschlange für externe Nachrichten eingestellt werden. Werden bei der Verarbeitung eingehender und abgehender Nachrichten Änderungen an ihnen vorgenommen, etwa durch Hinzufügen von Kopfzeilen mithilfe des Inhaltsfilters, so enthalten die Archivkopien der Nachrichten diese Änderungen ebenfalls.
 
Um das Archivverzeichnis zu durchsuchen und zugänglich zu machen, erstellen Sie ein neues oder nutzen Sie ein bestehendes Benutzerkonto. In beiden Fällen ändern Sie das Nachrichten-Verzeichnis so, dass es auf das Archiv-Verzeichnis verweist. Falls mehrere Benutzer Zugriff auf das Archiv benötigen, melden Sie sich an dem Benutzerkonto an, und erstellen Sie die erforderlichen Ordnerfreigaben mithilfe des Konfigurationsdialogs für die Zugriffskontrollliste.
 
Beachte: Der bisherige öffentliche Ordner "Mail Archive" wird ab sofort nicht mehr aktualisiert. Er wurde unverändert belassen, damit Sie über die weitere Nutzung der Inhalte entscheiden können. Sie können das zugehörige Verzeichnis beispielsweise an einen anderen Ort verschieben. Jedenfalls sollten Sie das Verzeichnis unbedingt aus dem MDaemon-Verzeichnis für die öffentlichen Ordner entfernen. Dies ist deswegen sehr wichtig, weil hierdurch die Leistung des Servers für alle Benutzer deutlich gesteigert wird. Es wurde davon abgesehen, das Verzeichnis bereits durch die Installationsroutine an einen anderen Ort verschieben zu lassen, da dies während der Installation zu lange dauern würde, und da eine automatische Umstellung zu Unsicherheit über Zustand und Fortbestand eines bestehenden Archivs führen würde.

MDPGP: Die Option zur gemeinsamen Nutzung derselben Schlüsselpaare zwischen Benutzerkonten und ihren Aliasnamen und zwischen Aliasnamen untereinander wurde entfernt. Für Aliasnamen sollten eigene Schlüsselpaare bestehen, sodass unterschiedliche Identitäten auch sicher getrennt werden können. Falls Sie aufgrund besonderer Anforderungen die bisherige Vorgehensweise beibehalten wollen, erreichen Sie dies durch Einfügen des Eintrags "Aliases=Yes" (jedoch ohne Anführungs- und Schlusszeichen) in den Abschnitt [MDPGP] der Datei \App\Plugins.dat. Die Änderung wird nach einem Neustart von MDaemon wirksam. Vom Einsatz dieser Option ist aber abzuraten.

MDaemon entfernt jetzt die GRP-Dateien zu den Mailinglisten Everyone@, MasterEveryone@ und DomainAdmins@ aus dem Verzeichnis APP, falls die zugehörigen Einstellungen zur Erstellung dieser Mailinglisten deaktiviert sind. Bislang verblieben die Dateien im Verzeichnis, auch wenn die zugehörigen Einstellungen nicht aktiv waren. Die bisherige Vorgehensweise führte zu Problemen, weil das API annimmt, dass die Listen gültig sind, falls die zugehörigen GRP-Dateien bestehen. Falls Sie die Dateien beibehalten wollen, können Sie sie in Windows als schreibgeschützt kennzeichnen; hiervon ist aber abzuraten. Stattdessen empfiehlt es sich, eigene Mailinglisten zu erstellen; in ihnen sind dieselben Makros zum Versand an eine Vielzahl von Benutzern zulässig, die auch in den automatisch erzeugten Listen zulässig sind.

MDaemon beachtete bislang nicht die Einstellung, die Mailinglisten aus den öffentlichen Kontaktordnern der Domänen auszublenden. Beim ersten Programmstart der neuen Version von MDaemon werden alle Fehler in den Kontaktordnern, die mit Mailinglisten im Zusammenhang stehen, beseitigt. Kontakte für Mailinglisten, die eigentlich nicht bestehen dürften, werden entfernt, und Kontakte für Mailinglisten, die fehlen, werden erstellt. Hierdurch wird eine Neusynchronisierung des Kontaktordners für alle mit ihm verbundenen Geräte ausgelöst.

Die Behebung eines seit langem bestehenden Fehlers im Inhaltsfilter verursacht in seltenen Fällen unter Umständen folgendes neues Problem: Früher arbeiteten Regeln des Inhaltsfilters dann nicht zuverlässig, wenn sie nach dem Inhalt einer Kopfzeile suchten und die gesuchte Zeichenkette mit einem Leerzeichen begann. Prüfte die Regel beispielsweise, ob eine Kopfzeile die Zeichenkette " test " (beachte die Leerzeichen) enthielt, so schlug diese Prüfung bisweilen fehl, obwohl die Zeichenkette vorhanden war. Das zugrundeliegende Problem wurde behoben. Die Fehlerbehebung kann nun aber dazu führen, dass Treffer an Stellen auftreten, an denen sie bislang nicht auftraten. Es empfiehlt sich, das geänderte Verhalten entsprechend zu überwachen.

Die Einstellung, einem Benutzerkonto die Berechtigung zum Bearbeiten des öffentlichen Adressbuchs einzuräumen, wurde aus den Konfigurationsdialogen des Benutzerkonten-Editors und des Vorlagen-Managers entfernt. Die Zugriffsrechte für alle öffentlichen Adressbücher werden jetzt ausschließlich mithilfe des Editors für die Zugriffskontrolllisten (ACL) bearbeitet. Dies gilt auch für die Voreinstellungen, die Sie für neu angelegte Benutzerkonten festlegen wollen. Aufgrund dieser Änderungen wurde die Funktion MD_SetCanModifyGAB() im API so geändert, dass sie funktionslos ist. Sie wurde aus Gründen der Abwärtskompatibilität aber noch nicht aus dem API entfernt. Außerdem ist das Element CanModifyGAB aus der Struktur MD_UserInfo jetzt gegen Schreibzugriffe gesperrt. Änderungen an den Zugriffskontrolllisten (ACL) sind jetzt ausschließlich durch den ACL-Editor vorzunehmen.

Die Verarbeitungsroutine für Mailinglisten in MDaemon nutzt ab jetzt die Nachrichten-ID der Originalnachrichten in Mailinglisten nicht mehr. Jede Listennachricht erhält dieselbe neu erstellte Nachrichten-ID. Die Verarbeitungsroutine für Mailinglisten ändert die ursprünglichen Listennachrichten in vielfacher Weise und muss daher auch den Besitz der Nachricht übernehmen und ihr eine neue Nachrichten-ID zuweisen. Die bislang vorhandene Option, für jeden Empfänger eine eigene Nachrichten-ID zu erstellen, ist noch vorhanden und funktionstüchtig. Sie ist aber für neue Mailinglisten per Voreinstellung abgeschaltet und sollte nur aktiviert werden, falls dies wegen zwingender Erfordernisse geboten ist.

Versuche haben für verschiedene Werte für den Hostfilter gezeigt, dass diese unerwünschte Verbindungen zuverlässig verhindern. Diese Werte wurden als neue Vorgabe-Werte in die Datei HostScreen.dat für neue Installationen übernommen. Um in bestehenden Installationen diese neuen Werte zu erhalten, können Sie die Datei HostScreen.dat umbenennen oder löschen und MDaemon danach neu starten.

Die Voreinstellung für den Schwellwert für den Speicherplatz auf dem Datenträger (ab Erreichen dieses Wertes geht MDaemon davon aus, dass der Speicherplatz zur Neige geht, und warnt entsprechend) wurde von 100 MB auf 1000 MB erhöht. Entsprechend wurde auch der Wert, ab dem MDaemon die Verarbeitung von Nachrichten insgesamt unterbricht, falls deutlich zu wenig Speicherplatz zur Verfügung steht, von 10 MB auf 100 MB erhöht. Bei Neuinstallationen werden diese Werte automatisch übernommen. Nach der Aktualisierung bestehender Installationen können Sie die bestehenden Werte im Konfigurationsdialog Voreinstellungen » Speicherplatz prüfen und nötigenfalls anpassen.

Siehe auch: