Einstellungen

Optionen

Relaisbetrieb für Aliasnamen zulassen, die fremde Domänen enthalten

Diese Option bewirkt, dass MDaemon den Relaisbetrieb für solche Adressen zulässt, die externe Domänen enthalten. Diese Option übergeht die Option Relaisbetrieb nicht zulassen im Konfigurationsdialog Relaiskontrolle für solche Aliasnamen.

Vollwertige Aliasnamen (ohne Jokerzeichen) dürfen Listenmitglieder werden

Diese Funktion lässt Adress-Aliasnamen als Mitglieder der Mailinglisten von MDaemon zu. Solange diese Option abgeschaltet ist, können nur wirkliche Benutzerkonten Mitglieder einer Liste werden. Beachte: Auch wenn diese Funktion aktiviert ist, können Aliasnamen, die Jokerzeichen enthalten, keinesfalls Listenmitglieder werden.

Nachrichten von "Postmaster", "Abuse", "Webmaster" erfordern Echtheitsbestätigung

Ist diese Option aktiv, so nimmt MDaemon Nachrichten mit den Absenderadressen "postmaster@...", "abuse@..." und "webmaster@..." aus den eigenen Domänen nur dann zur Zustellung an, wenn diese Nachrichten über Verbindungen mit Echtheitsbestätigung übertragen wurden. Spam-Versender und Hacker wissen, dass diese Adressen auf vielen Systemen bestehen, und sie könnten daher versuchen, die Adressen als gefälschte Absenderadressen zu nutzen, um so Nachrichten über den Mailserver zu versenden. Diese Option verhindert solche missbräuchliche Nutzung, und zwar auch durch nicht berechtigte Benutzer der eigenen Domäne. Diese Option ist im Konfigurationsdialog SMTP-Echtheitsbestätigung (Sicherheit » Sicherheits-Einstellungen) gespiegelt. Änderungen an der Einstellung wirken sich auf beide Konfigurationsdialoge aus.

IP-Abschirmung berücksichtigt Aliasnamen

Durch diese Option, die per Voreinstellung aktiv ist, wird die IP-Abschirmung veranlasst, im Rahmen der Prüfung von Domänen/IP-Zuordnungen auf Konflikte mit der IP-Abschirmung auch Adress-Aliasnamen auszuwerten. Die IP-Abschirmung löst dann die Aliasnamen in die Benutzerkonten auf, auf das sie verweisen. Ist die Option nicht aktiv, so behandelt die IP-Abschirmung jeden Aliasnamen wie eine Adresse, die von dem Benutzerkonto unabhängig ist, auf das er verweist. Ist also die IP-Adresse eines Aliasnamens in der IP-Abschirmung gesperrt, wird die Nachricht abgewiesen. Diese Option ist im Konfigurationsdialog IP-Abschirmung gespiegelt. Änderungen an der Einstellung wirken sich auf beide Konfigurationsdialoge aus.

Aliasnamen an LDAP-Adressbuch senden

Diese Option bewirkt, dass die Aliasnamen auch an das jeweils verwendete LDAP-Adressbuch übermittelt werden. Diese Übermittlung ist nötig, damit die Funktionen zur externen Prüfung bei Gateways zuverlässig arbeitet. Kommt die externe Prüfung nicht zum Einsatz, so ist diese Übermittlung der Aliasnamen an das LDAP-Adressbuch überflüssig. Die Option kann dann ohne Probleme deaktiviert bleiben, um die Verarbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Nähere Informationen über die externe LDAP-Prüfung finden Sie im Konfigurationsdialog LDAP.

Verarbeitung der Aliasnamen beenden, sobald ein Ergebnis einem bestehenden Benutzerkonto oder einer Liste entspricht

Diese Option bewirkt, dass Aliasnamens dann nicht angewendet werden, wenn sie in Konflikt mit einem bestehenden Benutzerkonto oder einer bestehenden Mailingliste stehen würden. Dieses Vorgehen betrifft üblicherweise Aliasnamen, die Jokerzeichen enthalten. Besteht beispielsweise ein Aliasname "*@example.com=user1@example.com", so bewirkt diese Option, dass der Aliasname nur auf Adressen angewendet wird, die auf Ihrem Server nicht bestehen. Besteht auf dem Server etwa ein Benutzerkonto "user2@example.com", so werden Nachrichten an "user2" direkt zugestellt, da der Aliasname auf diese Nachrichten nicht wirkt. Nur Nachrichten an nicht bestehende Benutzerkonten oder Mailinglisten würden dann an "user1@example.com" gesendet werden; auf diese Adressen wirkt der Aliasname. Diese Option ist per Voreinstellung aktiv.

Falls Sie die Subadressierung nutzen, muss diese Option aktiv sein, sonst können Probleme bei der Verarbeitung subadressierter Nachrichten auftreten.

Aliasnamen rekursiv auswerten

Diese Option bewirkt die rekursive Auswertung von Aliasnamen. Wird sie aktiviert, wird jeder Aliasname, nachdem er verarbeitet und aufgelöst wurde, erneut mit der Liste der Aliasnamen verglichen und ggf. erneut aufgelöst. Aliasnamen können auf diese Weise bis zu 10 Ebenen tief geschachtelt werden. Denkbar wäre daher in etwa das folgende Beispiel:

user2@example.com = user1@example.com

zser1@example.com = user5@example.net

user5@example.net = user9@example.org

Dies entspricht im Ergebnis dem folgenden Aliasnamen:

user2@example.com = user9@example.org

Es bedeutet auch folgende Zuordnung:

user1@example.com = user9@example.org

Siehe auch: