Anpassung

Dieser Abschnitt enthält fortgeschrittene Optionen, die im Regelfall nicht angepasst werden müssen. Er ist per Voreinstellung aus dem Konfigurationsdialog zur Verwaltung für mobile Endgeräte ausgeblendet. Um den Abschnitt zugänglich zu machen, aktivieren Sie im Abschnitt ActiveSync für MDaemon die Option Erweiterte Verwaltungsoptionen aktivieren.

Anpassung

Höchst-Timeout für Ordner-Überwachung (Sek.)

Die ist die Höchstdauer in Sekunden, die der MDaemon-ActiveSync-Dienst (MDAS) während der Überwachung eines Ordners wartet, bevor er dem Client eine Antwort übermittelt. Der Wert beträgt per Voreinstellung 2700 Sekunden (45 Minuten).

Mindest-Timeout für Ordner-Überwachung (Sek.)

Die ist die Mindestdauer in Sekunden, die der MDaemon-ActiveSync-Dienst (MDAS) während der Überwachung eines Ordners wartet, bevor er dem Client eine Antwort übermittelt. Der Wert beträgt per Voreinstellung 120 Sekunden. Sie können, falls gewünscht, die Anzahl der Verbindungen, die mit dem Server hergestellt werden, verringern, indem Sie diesen Wert erhöhen. Da sich bei höherem Wert die Wartezeit entsprechend verlängert, werden die Clients weniger häufig Verbindungen herstellen.

Höchstzahl überwachter Ordner

Dies ist die Höchstzahl der Ordner, die jeder ActiveSync-Client auf Änderungen überwachen darf. Der Wert beträgt per Voreinstellung 1024.

Leerlaufdauer für Ordnerüberwachung (Sek.)

Die ist die Zeitdauer in Sekunden, die der ActiveSync-Dienst zwischen zwei Aktionen zur Ordnerüberwachung wartet. Der Wert beträgt per Voreinstellung 5 Sekunden.

Höchstzahl der Elemente je Verbindung

Die ist die Höchstzahl der Elemente, die der ActiveSync-Dienst als Antwort auf eine Sync-Anforderung an den Client zurückmeldet. Niedrigere Werte bei dieser Option können den Speicherbedarf auf stark ausgelasteten Servern verringern, erfordert aber mehr Verbindungen und Bandbreite. Ein solcher Wert kann auch die Akkulaufzeit herabsetzen, weil die Geräte mehr Anforderungen stellen müssen, um während einer Synchronisierung alle Änderungen übermittelt zu erhalten. Höhere Werte bei dieser Option können den Speicherbedarf erhöhen und sind anfälliger für Kommunikationsfehler. Die Voreinstellung von 100 stellt im Regelfall einen günstigen Kompromiss dar. Es ist aber zu beachten, dass die Clients den Wert vorgeben, den sie nutzen wollen. Dies kann dazu führen, dass die Zahl der Elemente für einzelne Clients unter der Höchstzahl liegt. Die Höchstzahl kann aber nicht überschritten werden; verlangt der Client einen Wert über der Höchstzahl, so wird die Höchstzahl genutzt.

Höchstzulässige Größe der XML-Antworten (MB)

Dies ist die höchstzulässige Größe einer Antwort auf die Sync-Anforderung eines Clients. Bevor ein bestimmtes Element für die Übermittlung durch den Server an den Client verarbeitet wird, prüft der Server die bis dahin aufgelaufene Größe der Antwort. Erreicht sie diesen Wert, oder überschreitet sie ihn, dann wird dem Client mitgeteilt, dass in der Sammlung weitere Änderungen verfügbar sind, und der Antwort werden keine Elemente mehr hinzugefügt. Dies ist besonders hilfreich auf Servern, deren E-Mail-Nachrichten oft viele und umfangreiche Dateianlagen enthalten.

Haltezeit für PIM-Daten im Cache (Min.)

PIM-Daten wie Kontakte, Dokumente und Termine sind oft statisch und unterliegen nicht sehr häufigen Änderungen durch die Clients. MDAS speichert solche Daten daher zwischen, um die Übermittlung von Daten auf die Datenträger und von ihnen zu verringern. Ändern sich die Elemente auf dem Datenträger, so werden sie allerdings automatisch neu geladen. Dieser Wert bestimmt, wie lange die Daten der Benutzer im Cache gehalten werden, nachdem die Benutzer zuletzt auf sie zugegriffen haben.

Inaktive Clients entfernen nach [xx] Tagen

Dieser Wert bestimmt den Zeitraum in Tagen, nach dessen Ablauf ein ActiveSync-Gerät entfernt wird, falls es während dieses Zeitraums keine Verbindung mit MDAS hergestellt hat. Sobald das Gerät entfernt wird, werden seine Konfiguration und Zugriffs-Einstellungen verworfen. Stellt das Gerät später wieder eine Verbindung her, so reagiert MDaemon so, wie wenn es sich um ein neues Gerät handelt, das noch nie auf dem Server verwendet wurde. Besteht für die Domäne oder das Benutzerkonto eine Richtlinie, so wird eine neue Provisionierung erzwungen. Außerdem werden eine neue Erstsynchronisierung und eine neue Synchronisierung aller Ordner durchgeführt. Der Wert beträgt per Voreinstellung 31 Tage. Der Wert 0 bewirkt, dass die Clients nicht wegen Inaktivität entfernt werden.

Protokollierung

Präfix für Protokolldateinamen

Die Dateinamen der MDAS-Protokolldateien beginnen mit dem hier angegeben Text. Der Präfix lautet per Voreinstellung "AirSync".

Detailgrad für das Protokoll

ActiveSync für MDaemon unterstützt sechs Detailgrade für die Protokollierung. In der nachfolgenden Übersicht erscheinen sie nach Umfang der protokollierten Daten absteigend:

Debug

Dies ist der höchste Detailgrad. Es werden alle verfügbaren Einträge protokolliert, und er wird üblicherweise nur zur Fehlersuche eingesetzt.

Info

Dies ist ein Detailgrad mit üblichem Umfang. Es werden allgemeine Vorgänge ohne Details protokolliert. Dieser Detailgrad ist per Voreinstellung aktiv.

Warnung

Es werden Warnungen, Fehler, schwer wiegende Fehler und das Starten und Beenden des Dienstes protokolliert.

Fehler

Es werden Fehler, schwer wiegende Fehler und das Starten und Beenden des Dienstes protokolliert.

kritisch

Es werden schwer wiegende Fehler und das Starten und Beenden des Dienstes protokolliert.

Keine

Es werden nur Starten und Beenden des Dienstes protokolliert.

Protokolldatei betrachten/analysieren

Durch Anklicken dieses Steuerelements öffnet sich der ActiveSync-Protokollbetrachter. Per Voreinstellung werden die ActiveSync-Protokolle unter "..\MDaemon\Logs\" gespeichert.

ActiveSync-Benachrichtigungen

Rollback-Benachrichtigungen für ActiveSync-Synchronisierungen

Der ActiveSync-Dienst kann die Administratoren benachrichtigen, falls ein Client im Rahmen von Synchronisierungsvorgängen wiederholt oder öfter abgelaufene Sync-Schlüssel übermittelt.

Diese Benachrichtigungen teilen dem Administrator mit, dass der Server für eine bestimmte Sammlung einen Rollback veranlasst hat, weil der Client eine Sync-Anforderung mit dem zuletzt gültigen, zwischenzeitlich aber abgelaufenen Sync-Schlüssel angefordert hat. Die Betreffzeile enthält den Hinweis, dass ein ActiveSync-Client einen abgelaufenen Sync-Schlüssel verwendet. Gründe hierfür können Netzwerkprobleme oder Probleme mit Inhalten sein, die dem Client aus der betroffenen Sammlung früher übermittelt wurden. In manchen Fällen wird eine Element-ID aufgeführt. Ob dies der Fall ist, hängt davon ab, ob dem Client in der vorangegangenen Synchronisierung der Sammlung Elemente übermittelt wurden.

Rollback-Benachrichtigungen bedeuten nicht, dass der betroffene Client nicht mehr synchronisiert ist, sondern dass der Client die Synchronisierung verlieren könnte, und dass das System dies erkannt hat. Rollback-Benachrichtigungen werden je Sammlung nur einmal alle 24 Stunden übermittelt. Sie können mithilfe der folgenden Einträge im Abschnitt [System] der Datei \MDaemon\Data\AirSync.ini konfiguriert werden:

[System] SendRollbackNotifications=[0|1|Yes|No|True|False]: Diese Option bestimmt, ob Rollback-Benachrichtigungen gesendet werden. Sie ist per Voreinstellung abgeschaltet.

[System] RollbackNotificationThreshhold=[1-254]: Dies ist die Anzahl der Rollbacks, die für eine bestimmte Sammlung erreicht sein muss, bevor der Administrator eine Rollback-Benachrichtigung erhält. Da auch vorübergehende kleinere Einschränkungen im Netzbetrieb zu Rollbacks führen können, empfiehlt sich ein Schwellwert von mindestens 5. Die Voreinstellung beträgt 10.

[System] RollbackNotificationCCUser=[0|1|Yes|No|True|False]: Diese Option bestimmt, dass der betroffene Benutzer, dessen Client einen abgelaufenen Sync-Schlüssel übermittelt hat, eine Kopie der Benachrichtigung an den Administrator erhält. Diese Option ist per Voreinstellung abgeschaltet.

ActiveSync-Benachrichtigungen über beschädigte Nachrichten

Der ActiveSync-Dienst kann die Administratoren benachrichtigen, falls eine bestimmte Nachricht nicht verarbeitet werden kann. Solche Benachrichtigungen werden in Echtzeit versandt und informieren den Administrator darüber, dass ein Nachrichten-Element nicht verarbeitet werden konnte und weitere Vorgänge für dieses Element nicht möglich sind. Die Betreffzeile enthält den Hinweis, dass eine beschädigte Nachricht vorliegt. Solche beschädigten Elemente konnten in früheren Versionen zum Programmabsturz führen. In den meisten solchen Fällen enthält die MSG-Datei keine MIME-Daten. Falls sie MIME-Daten enthält, sind diese Daten wahrscheinlich beschädigt. Mithilfe des Eintrags CMNCCUser können Sie dem betroffenen Benutzer eine Kopie der Benachrichtigung senden lassen, damit der Benutzer darauf aufmerksam wird, dass eine Nachricht in seinem Postfach eingegangen ist, die nicht verarbeitet werden konnte. Die richtige Vorgehensweise für solche Nachrichten ist es, sie aus dem Postfach des Benutzers zu entfernen und zu analysieren. So kann festgestellt werden, warum sie nicht verarbeitet werden konnte, und wie es zu diesem Zustand gekommen ist. Diese Benachrichtigungen können mithilfe der folgenden Einträge im Abschnitt [System] der Datei \MDaemon\Data\AirSync.ini konfiguriert werden:

[System] SendCorruptMessageNotifications=[Yes|No|1|0|True|False]: Versand der Benachrichtigung. Diese Option ist per Voreinstellung aktiv.

[System] CMNCCUser==[0|1|Yes|No|True|False]: Versand der Benachrichtigung in Kopie an den betroffenen Benutzer. Diese Option ist per Voreinstellung aktiv.

Siehe auch: