Client-Einstellungen

Dieser Konfigurationsdialog enthält die systemweit gültigen, globalen Einstellungen für die Verwaltung der ActiveSync-Clients. Entsprechende Konfigurationsdialoge finden Sie auch in den Abschnitten Domänen, Benutzerkonten und Clients der Verwaltung für mobile Endgeräte. In diesem weiteren Abschnitten können Sie die Optionen nach Domänen, Benutzerkonten und Clients getrennt festlegen. Für die globalen Einstellungen müssen Sie hier bestimmte Werte konfigurieren. Die Einstellungen auf den Ebenen der Domänen, Benutzerkonten und Clients sind per Voreinstellung so eingerichtet, dass sie ihre Einstellungen von dem ihnen jeweils übergeordneten Knoten erben. Falls Sie in diesem Konfigurationsdialog Änderungen vornehmen, wirken diese Änderungen daher per Voreinstellung auf alle untergeordneten Konfigurationsdialoge, sodass Sie per Voreinstellung alle Clients auf Ihrem Server direkt über diesen Konfigurationsdialog verwalten können. Ändern Sie in einem untergeordneten Konfigurationsdialog eine Einstellung, so übergeht diese Einstellung die hier getroffene Einstellung. Sie können somit nach Domänen, Benutzerkonten und Clients getrennte abweichende Einstellungen festlegen, falls dies erforderlich ist.

Das Prinzip der Einstellungen ist mit dem der Richtlinien vergleichbar. Richtlinien werden Geräten zugewiesen und entscheiden im Allgemeinen über die Leistungsmerkmale, die Geräte nutzen dürfen. Client-Einstellungen entscheiden darüber, wie der Server verschiedene auf die Clients bezogene Optionen handhabt. Hierzu gehören die Entscheidung, wie viele verschiedene ActiveSync-Clients durch ein Benutzerkonto verwendet werden dürfen, ob öffentliche Ordner neben den persönlichen Ordnern der Benutzerkonten mit den Geräten synchronisiert werden dürfen, und ob die Weißen Listen der Benutzer einbezogen werden.

Fehlerbehebung

[XML | WBXML]-Anforderungen und -Antworten archivieren

Mithilfe der Optionen XML... und WBXML... können Sie die zugehörigen Daten speichern; diese Daten können die Fehlersuche erleichtern. Die systemweit wirksamen Optionen sind per Voreinstellung abgeschaltet.

Integrität der PIM-MRK-Dateien prüfen/berichtigen

Diese Option führt für die PIM-Daten der betroffenen Clients Prüf- und Korrekturvorgänge durch. Sie sollen bekannte Probleme erkennen, die eine ordnungsgemäße Synchronisierung verhindern können. Zu diesen Problemen zählen insbesondere doppelte iCal-UIDs und leere Datenfelder, die eigentlich verpflichtend Daten enthalten müssen. Die systemweit wirksame Option ist per Voreinstellung abgeschaltet.

Detailgrad für das Protokoll

ActiveSync für MDaemon unterstützt sechs Detailgrade für die Protokollierung. In der nachfolgenden Übersicht erscheinen sie nach Umfang der protokollierten Daten absteigend:

Debug

Dies ist der höchste Detailgrad. Es werden alle verfügbaren Einträge protokolliert, und er wird üblicherweise nur zur Fehlersuche eingesetzt.

Info

Dies ist ein Detailgrad mit üblichem Umfang. Es werden allgemeine Vorgänge ohne Details protokolliert. Dieser Detailgrad ist per Voreinstellung aktiv.

Warnung

Es werden Warnungen, Fehler, schwer wiegende Fehler und das Starten und Beenden des Dienstes protokolliert.

Fehler

Es werden Fehler, schwer wiegende Fehler und das Starten und Beenden des Dienstes protokolliert.

kritisch

Es werden schwer wiegende Fehler und das Starten und Beenden des Dienstes protokolliert.

Keine

Es werden nur Starten und Beenden des Dienstes protokolliert.

Diese Option ist nur im Konfigurationsdialog für die globalen Client-Einstellungen verfügbar. Zur erleichterten Bedienung können Sie diese Option auch über den Konfigurationsdialog Diagnose erreichen.

Optionen

Aufgaben/Erinnerungen für gekennzeichnete Nachrichtenelemente erstellen

Diese Option ermöglicht es, den Benutzern auch für gekennzeichnete Elemente Erinnerungen zu senden. Hierfür wird für jede gekennzeichnete Nachricht eine Aufgabe erstellt. Diese Option ist per Voreinstellung abgeschaltet.

Lesebestätigungen senden

Diese Option bewirkt, dass der Server Anforderungen nach Lesebestätigungen selbst bearbeitet und alle Lesebestätigungen übermittelt, die die Absender anfordern. Diese Option ist per Voreinstellung abgeschaltet.

Lesebestätigungen anfordern

Diese Option bewirkt, dass der Server selbst für alle durch die Clients versandten E-Mail-Nachrichten Lesebestätigungen anfordert. Diese Option ist per Voreinstellung abgeschaltet.

Verbindungen bei Verstoß gegen Protokollbeschränkungen abweisen

Diese Option bewirkt, dass Verbindungen von Clients abgewiesen werden, falls sie versuchen eine nicht für die Clients Zugelassene Protokollversion zu verwenden. Per Voreinstellung ist diese Option abgeschaltet; dies bedeutet, dass die Protokollbeschränkung keine Verbindungen solcher Clients verhindern, die andere als die zugelassenen Protokollversionen verwenden. Solange die Option abgeschaltet ist, weist MDaemon die Clients zwar an, nur die zugelassenen Protokollversionen zu verwenden, lässt aber bei Nutzung anderer Protokollversionen die Verbindung trotzdem zu.

Clients auch dann zulassen, wenn sie durch andere Server verwaltet werden

Per Voreinstellung dürfen Clients auch dann Verbindungen zu MDaemon aufbauen, wenn sie auf die Übermittlung der Provisionierungs- und Richtliniendaten durch den ActiveSync-Server hin melden, dass sie auch durch einen oder mehrere andere ActiveSync-Server verwaltet werden. Bei einer solchen Mehrfachverwaltung kann es nicht sichergestellt werden, dass alle auf Ihrem System bestehenden Richtlinien durch den Client auch umgesetzt werden; dies gilt insbesondere dann, wenn sie Richtlinien des anderen ActiveSync-Servers widersprechen. In vielen Fällen setzen die Clients die am stärksten einschränkende Richtlinie um, falls mehrere einander widersprechende Richtlinien vorhanden sind. Um Verbindungen von Clients zu unterbinden, die durch andere ActiveSync-Server verwaltet werden, deaktivieren Sie diese Option.

Mit Alias für Benutzernamen als "PrimarySmtpAddress" in Get/UserInformation antworten

Diese Option gestattet es dem Dienst, als Antwort auf eine Anforderung Settings/Get/UserInformation eine etwa vorhandene Alias-Adresse oder eine sekundäre Adresse des betroffenen Benutzerkontos als primäre Adresse zu übermitteln. Hierdurch wird ein Problem umgangen, das mit einer iOS-Aktualisierung nach Version 9.x verursacht wird, und das verhinderte, dass Clients unter einer etwa vorhandenen Alias-Adresse Nachrichten versenden konnten. Die Nutzung dieser Option bewirkt eine nicht standardkonforme Antwort auf die Anforderung Settings/GetUserInformation.

Synchronisierung für neue Clients erst nach Freigabe durch Administrator zulassen

Diese Option bewirkt, dass neue Clients sich erst dann mit Benutzerkonten synchronisieren können, wenn sie zunächst durch einen Administrator freigegeben wurden. In der Liste der Clients sind alle Clients aufgeführt, die noch die Freigabe erwarten, und die Administratoren können sie über diese Liste freigeben. Diese Option steht in den Konfigurationsdialogen für globale und benutzerkontenbezogene Optionen zur Verfügung. Die globale Option ist per Voreinstellung abgeschaltet, und die benutzerkontenbezogene Option wird per Voreinstellung geerbt.

Höchstzahl zulässiger Clients je Benutzer

Mithilfe dieser Option können Sie die Anzahl der ActiveSync-Clients und -Endgeräte begrenzen, die mit jedem MDaemon-Benutzerkonto verknüpft sein können. Der hier angegebene Wert ist die Höchstzahl zulässiger Clients. Die systemweit wirksame Option ist per Voreinstellung auf unbegrenzt eingestellt. Diese Option steht nur in den Client-Einstellungen auf globaler, Domänen- und Benutzerebene zur Verfügung, nicht jedoch in den Client-Einstellungen für die einzelnen Clients.

Vom Länder-Filter ausnehmen

Wenn Sie diese Option in den Einstellungen eines ActiveSync-Clients aktivieren, kann das Endgerät den Länder-Filter umgehen. Hierdurch kann ein berechtigter Benutzer auf sein Benutzerkonto über ActiveSync beispielsweise auch dann zugreifen, wenn er sich in einem Land befindet, für das Versuche zur Echtheitsbestätigung ansonsten durch den Länder-Filter unterbunden werden. Ein Endgerät kann nur dann vom Länder-Filter ausgenommen sein, wenn es innerhalb des durch die Option Inaktive Clients entfernen nach [x] Tagen im Abschnitt Abstimmung bestimmten Zeitraums eine echtheitsbestätigte Verbindung über ActiveSync erfolgreich hergestellt hat.

Adresse der Gegenstelle in Weiße Liste eintragen

Wenn Sie ein Endgerät vom Länder-Filter ausnehmen, können Sie durch Aktivieren dieser Option die IP-Adresse, von der aus das Endgerät die Verbindung herstellt, in die Weiße Liste eintragen lassen. Hierdurch können beispielsweise andere Clients, die von der selben IP-Adresse aus eine Verbindung herstellen, ebenfalls zugelassen werden.

Bandbreiten-Statistik an folgendem Tag des Monats zurücksetzen

Mithilfe dieser Option können Sie Tag bestimmen, an dem in jedem Monat die Bandbreiten-Nutzungsstatistik für die ActiveSync-Endgeräte zurückgesetzt wird. Dieser Vorgang wird während der normalen Bereinigungsvorgänge um Mitternacht aufgeführt und, wie auch andere Bereinigungsvorgänge, in das Protokoll System eingetragen. Der globale Wert lautet per Voreinstellung 0 (nicht zurücksetzen), sodass per Voreinstellung die Nutzungsstatistik nicht zurückgesetzt wird. Für untergeordnete Knoten können Sie abweichende Einstellungen treffen, etwa, um die Einstellung an den Tag anzugleichen, an dem für das betroffene Endgeräte ein neuer Abrechnungszeitraum des Netzbetreibers beginnt.

Ordner-Optionen

Ausnahmen

Ordner [Weiße Liste/Schwarze Liste] des Benutzers

Per Voreinstellung werden die Kontaktordner mit Weißen und Schwarzen Listen der Benutzer nicht mit den Geräten synchronisiert. Diese Ordner dienen üblicherweise nur in MDaemon zum Erkennen und Filtern von Spam. Ihre Inhalte brauchen daher nicht auf den Geräten als Kontakte angezeigt zu werden.

Benutzerdefinierte Nachrichten-Ordner

Per Voreinstellung können alle Standard- und benutzerdefinierten Nachrichten-Ordner mit den Geräten synchronisiert werden. Diese Option bewirkt, dass nur die Standard-Nachrichtenordner synchronisiert werden können. Die Standard-Nachrichtenordner sind insbesondere Posteingang, Gesendete Objekte, Gelöschte Objekte und Entwürfe. Ordner, die die Benutzer selbst anlegen, werden dann nicht mehr synchronisiert. Diese Option ist per Voreinstellung abgeschaltet.

Benutzerdefinierte PIM-Ordner

Per Voreinstellung können alle PIM-Ordner (insbesondere Kontakte, Kalender, Notizen und Aufgaben) mit den Geräten synchronisiert werden. Diese Option bewirkt, dass nur die Standard-PIM-Ordner synchronisiert werden können. Ist diese Option aktiv, so wird beispielsweise für jeden Benutzer nur der Standard-Kalender synchronisiert, auch wenn er über mehrere Kalender-Ordner verfügt. Diese Option ist per Voreinstellung abgeschaltet.

Hierarchie der öffentlichen Ordner einschließen

Diese Option bewirkt, dass die öffentlichen Ordner, auf die die Benutzer Zugriff haben, in den Ordnerlisten der Benutzer auf ihren ActiveSync-Geräten erscheinen. Diese Option ist per Voreinstellung aktiv.

Durchsuchen zulassen

Diese Option ermöglicht den Clients das Durchsuchen der öffentlichen Ordner, auf die sie Zugriff haben. Diese Option ist per Voreinstellung aktiv.

Traversieren öffentlicher Ordner zulassen (legt geschützte Ordnernamen offen)

Benutzerkonten, die auf Unterordner in öffentlichen Ordnern zugreifen oder diese synchronisieren wollen, müssen per Voreinstellung sowohl für den betroffenen Unterordner als auch für alle ihm übergeordneten öffentlichen Ordner über die Berechtigung Ordner anzeigen verfügen. Fehlt einem Benutzerkonto diese Berechtigung für einen übergeordneten öffentlichen Ordner, so kann er auch den gewünschten Unterordner nicht synchronisieren und nicht auf ihn zugreifen, und zwar auch dann nicht, wenn das Benutzerkonto für diesen Unterordner selbst die erforderliche Berechtigung hat. Mithilfe dieser Option können Sie den Clients Zugriff auf und Synchronisierung von Unterordnern ermöglichen, ohne dass die Clients Berechtigungen für die übergeordneten öffentlichen Ordner haben. Beachte: Ist diese Option aktiv, so erlangt der Client zwangsläufig Kenntnis von den Namen der übergeordneten Ordner, auch wenn er für ihre Inhalte keine Zugriffsrechte hat. Hieraus kann sich ein Sicherheitsrisiko ergeben. Die Option ist per Voreinstellung abgeschaltet.

Höchstzahl zulässiger öffentlicher Ordner

Diese Option begrenzt die Zahl der öffentlichen Ordner, die auf den betroffenen Geräten dargestellt werden können. Ist eine solche Höchstzahl angegeben, dann übermittelt der Server so lange Einträge in der Ordnerliste, bis die Höchstzahl erreicht ist. Danach übermittelt der Server keine Ordner mehr an die Geräte. Die Reihenfolge, in der die Ordner dabei verarbeitet werden, kann weder festgelegt noch vorher bestimmt werden. Die systemweit wirksame Option ist per Voreinstellung auf unbegrenzt eingestellt.

Öffentliche Kontakte virtuell mit den Standard-Kontakten zusammenführen

Diese Option bewirkt, dass die öffentlichen Kontakte und die Standard-Kontakte der Benutzer auf ihren Geräten als zusammengeführt dargestellt werden. Die Datenbestände der Kontakte bleiben hierbei getrennt; es werden also keine Kontakte zwischen den Kontaktordnern der Benutzer kopiert. Diese Option kann insbesondere für solche Clients hilfreich sein, die das Durchsuchen der Globalen Adressliste (GAL) nicht unterstützen. Diese Option ist per Voreinstellung abgeschaltet.

Freigegebene gemeinsam genutzte Ordner einschließen

Diese Option nimmt auch die gemeinsam genutzten Ordner, auf die die Benutzer Zugriff haben, in die Ordnerlisten auf ihren ActiveSync-Geräten auf. Diese Option ist per Voreinstellung aktiv.

Durchsuchen zulassen

Diese Option ermöglicht den Clients das Durchsuchen der freigegebenen Ordner, auf die sie Zugriff haben. Diese Option ist per Voreinstellung aktiv.t per Voreinstellung aktiv.

Vorschau auf tatsächlich wirksame Einstellungen

Dieses Steuerelement ist auf allen untergeordneten Konfigurationsdialogen für die Client-Einstellungen (Domänen, Benutzerkonten und Clients) verfügbar. Per Voreinstellung werden die Optionen auf diesen Konfigurationsdialogen nicht von den übergeordneten Konfigurationsdialogen geerbt. Sie können sich daher mithilfe dieses Steuerelements die Einstellungen anzeigen lassen, die auf den jeweils gerade dargestellten Konfigurationsdialog wirken.

Siehe auch: